Im Dienste Christi unbehindert und für immer
Von seiner Gründung Anfang des 10. Jahrhunderts bis zur Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts war der Limburger Dom in ununterbrochener Tradition eine Stiftskirche. Vom Gründer Konrad Kurzbold eingerichtet und von späteren Stiftern unterstützt, bestand am Dom ein Stiftskapitel, bestehend aus bis zu 16 Kanonikern. In der Anfangszeit stand der Propst dem Kanonikerkollegium vor. Er wurde vom Mainzer Erzbischof eingesetzt. Die geistliche Leitung des Kollegiums hatte der Dekan inne. Er wurde von den Kanonikern gewählt. Der Scholastikus (Schulleiter) war für die Ausbildung der Novizen zuständig. Der Kantor (Sänger) verantwortete die Musik im Stift, die musikalische Ausbildung des Nachwuchses und die Leitung des Chores. Der Kustos (Aufseher) betreute die liturgischen Gegenstände und Gewänder.
Anfangs lebten die Geistlichen wie Ordensleute gemeinsam am Dom nach den Regeln des Chrodegang von Metz von 816. Jedes Kanonikat verfügte über eigene Einkünfte, sogenannte Pfründe, die den Inhabern persönlich zustanden. Derart ausgestattet, dauerte das klosterähnliche Leben nur kurze Zeit. Die Kanoniker wohnten bald in eigenen Häusern rund um den Dom verstreut.
Mit der Einweihung des heutigen Doms 1235 wurde die Stiftskirche gleichzeitig Pfarrkirche, wodurch neue seelsorgerische Aufgaben auf die Kanoniker zukamen. Der Dom besaß im Laufe der Zeit bis zu 28 Altäre gleichzeitig, die häufig gestiftet waren. Die Stiftung eines Altares beinhaltete auch die Unterhaltung einer Vikarsstelle, so dass weiteres geistliches Personal im Dom tätig war.
Einige Domherren, die selbst wiederum als Stifter wirkten, wurden nach ihrem Tod im Dom begraben. Grabmale, so genannte Epitaphe, halten die Erinnerung an sie lebendig.
Anfangs lebten die Geistlichen wie Ordensleute gemeinsam am Dom nach den Regeln des Chrodegang von Metz von 816. Jedes Kanonikat verfügte über eigene Einkünfte, sogenannte Pfründe, die den Inhabern persönlich zustanden. Derart ausgestattet, dauerte das klosterähnliche Leben nur kurze Zeit. Die Kanoniker wohnten bald in eigenen Häusern rund um den Dom verstreut.
Mit der Einweihung des heutigen Doms 1235 wurde die Stiftskirche gleichzeitig Pfarrkirche, wodurch neue seelsorgerische Aufgaben auf die Kanoniker zukamen. Der Dom besaß im Laufe der Zeit bis zu 28 Altäre gleichzeitig, die häufig gestiftet waren. Die Stiftung eines Altares beinhaltete auch die Unterhaltung einer Vikarsstelle, so dass weiteres geistliches Personal im Dom tätig war.
Einige Domherren, die selbst wiederum als Stifter wirkten, wurden nach ihrem Tod im Dom begraben. Grabmale, so genannte Epitaphe, halten die Erinnerung an sie lebendig.